Therapieansätze

Die therapeutischen Maßnahmen richten sich nach der Ausprägung der Erkrankung.

Als Möglichkeiten kommen in Frage:

  1. Überdruckbehandlung / Maske
  2. chirurgische Maßnahmen
  3. zahnärztliche Schienenbehandlungen
  4. medikamentöse Behandlung

Alle Vorgehensweisen werden begleitet von Empfehlungen zu Schlaflage, Gewichtskontrolle, Alkohol- und Tablettenkonsum und zur Schlafhygiene. Bei den mittleren bis schweren Erkrankungsformen wird in der Regel die Überdruckbehandlung durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Öffnung des Rachens (Schienung) mittels gesteigertem Luftdruck, diese Luft wird über eine Nasenmaske zugeführt, (Bild).

Chirurgische Maßnahmen haben wie auch bei der Maskenbehandlung das Ziel, den Raum für die Atmung zu erweitern.

Zu den verschiedenen Methoden zählen:

  1. Entfernung der Gaumenmandeln
  2. Veränderungen an Gaumensegel und Zäpfchen (UPPP, LAUP)
  3. Vorverlagerung von Unter- und Oberkiefer / Unterkiefer
  4. Verkleinerung des Zungengrundes
  5. Beseitigung von Engpässen in der Nase

Moderne Methoden bedienen sich der Lasertherapie und der Radiofrequenzchirurgie mit hochfrequenten Wechselströmen.

In einer Vielzahl der Fälle werden allein oder begleitend Medikamente eingesetzt. Hier wird meist beim obstruktiven Schnarchen und der leichten Apnoe Theophyllin verwandt.

Zahnärztliche Maßnahmen haben ebenfalls zum Ziel, den Luftweg zu erweitern, die Enge zu beseitigen. Dazu bedient man sich unterschiedlicher Schienen. Sie finden Einsatz beim

prim. Schnarchen (sozial störendes Schnarchen)

obstr. Schnarchen ( upper airway resistance Syndrom)

bei der leichten bis mittleren Ausprägung der Schlafapnoe

bei Maskenversagern als Kombination/Ergänzung mit/zur der Maskenüberdruckbehandlung. OPAP – Oral pressure appliance